PC-Aufrüstung
Arbeitsspeicher | Festplatten | W-LAN-Upgrade am Notebook
Die Aufgaben der Computer wachsen mit dem Aufkommen neuer Software und den Anforderungen der Nutzer. Dienten PCs lange Zeit lediglich für Textverarbeitung und Tabellenkalkulation, so sind bewegte Bilder aus dem Internet und die Bildbearbeitung beliebte Einsatzgebiete. Für Bearbeitung von Bildern und Videos sind leistungsstarke Rechner zwar sinnvoll, aber nicht unbedingt in jedem Fall erforderlich. Durch den Austausch einzelner Komponenten kann man oftmals auf eine Neuanschaffung verzichten und trotzdem komfortabler und schneller arbeiten.
Arbeitsspeicher
Moderne PCs mit Windows-Betriebssystemen wie Windows XP, Windows Vista oder Windows 7 sollten mit mindestens einen besser zwei Gygabyte (GB) Arbeitsspeicher ausgestattet. Größere Arbeitsspeicherwerte von vier oder gar mehr Gygabyte bringen im üblichen Arbeitsalltag mit Windows-Betriebssystemen nur kaum oder keine nennenswerten Verbesserungen, so dass sich hierbei leider keine Aufrüstung lohnt, um die Leistung zu erhöhen. Andere Betriebssysteme (Linux, Apple OS oder Windows Server) können mit mehr Arbeitsspeicher sinnvoller umgehen, so dass sich hier eine Ausrüstung u. U. eher lohnen wird.
Da die Preise für Arbeitsspeicher-Chips bis 2 GB insbesondere für ältere PC-Systeme preiswert sind, kann mit einer Investition von 50 bis 120 Euro oftmals die eigene Performance von Desktop- und Notebook-PCs deutlich verbessert werden. Die alten Module können oftmals nicht mehr weiterverwendet werden, da sie entweder die Geschwindigkeit der neuen Speicherbausteine unnötig reduzieren oder schlicht nicht ausreichend Slots für den Einbau vorhanden sind. MMS prüft inviduell vor Ort die Aufrüstungsmöglichkeiten Ihres eigenen Rechners und unterbreitet Ihnen dann einen Vorschlag.
Kosten: ca. 25-60 € pro GB Arbeitsspeicher + 15 € für den Einbau
Festplatten
Jede im PC verbaute Komponente kann die Geschwindigkeit eines Rechner negativ einflussen und im schlimmsten Fall damit das gesamte System ausbremsen. Das betrifft neben dem Prozessor und dem Arbeitsspeicher vor allem die Grafikkarte und die Festplatte. Ob der Wechsel einer Grafikkarte sinnvoll ist, lässt sich pauschal kaum sagen, da dies sehr von den Anforderungen des Nutzers abhängt. Bei Bild- und Videobearbeitung bietet sich vielleicht eine Aufrüstung an, wenn dies allerdings überhaupt möglich ist, da "Billig-PCs" und auch Notebooks keine gesonderte Grafikkarte besitzen, die sich tauschen lassen konnte.
Deutlich sinnvoller und in jedem Fall umsetzbar ist jedoch der Tausch der Festplatte. Da sich auch hier nicht nur die Größe sondern auch die anderen Leistungsmerkmale (insb. Zugriffszeit) stets weiter verbessert haben, kann ein Austausch den Start und das Arbeiten mit Programmen und großen Datenmengen (Bilder, Musik, Videos) im Vergleich zu ursprünglichen Festplatte deutlich beschleunigen.
Außerdem macht nach einigen Jahren ein Festplattentausch durchaus auch aus Gründen der Datensicherheit Sinn. Da in den bislang üblichen Festplatten mechanische Teile bewegt werden, kommt es nach Erreichen einer bestimmten Betriebslaufzeit unweigerlich zu einem mechanischen Schaden. Bei täglichem Dauereinsatz und besonders wichtigen Daten sollte die Festplatte nach drei bis fünf Jahren gewechselt werden, um einen Totalausfall durch ein neue Festplatte unwahrscheinlicher zu machen. In jedem Fall sollten die wichtigsten Daten in regelmäßigen Zeitabständen auf andere Datenträger gesichert werden, die nicht ständig in Betrieb sind (z.B. externe Festplatten, USB-Sticks/Flash-Speicher oder CDs/DVDs/BDs). Durch die weite Verbreitung von Brennern und USB-Anschlüssen gibt es außer Unvernunft und Fahrlässigkeit kaum Gründe die heute gegen eine regelmäßige Datensicherung sprechen würden.
Kosten: Desktop (ab 40 €) / Notebook (ab 50 €) + 15 € für den Einbau
W-LAN-Upgrade am Notebook
Die Nutzung von Funknetzwerken (Wireless Local Area Networks = W-LAN) gehört heute zu den üblichen Methoden, Internet in die Büros und Wohnungen zu bekommen. Da mit dem Aufkommen von Breitbandinternetzugängen (z.B. über DSL oder Kabelnetz) auch die Datenübertragungsraten zugenommen haben, sind heute Bandbreiten von 16 Mbit keine Seltenheit mehr. Da kommen die meisten W-LAN-Geräte aus den Anfangsjahren nicht mehr mit. Einerseits ist die Geschwindigkeit oftmals bereits theoretisch auf 11 MBit brutto begrenzt (802.11b-Standard) andererseits können davon maximal netto nur 50% überhaupt in der Praxis genutzt werden. Das bedeutet praktisch, dass Internetzugang als auch Router deutlich mehr Geschwindigkeit anbieten, aber das Notebook aufgrund älterer Technik dies nicht nutzen kann. Um eine Neuanschaffung zu vermeiden und das Notebook in Zukunft mit voller Geschwindigkeit nutzen können, bietet sich oftmals ein Austausch der sogenannten "miniPCI-Karte" an, die im Notebook für die WLAN-Funktionalität entscheidend ist. Moderen Karten kosten zwischen 20 und 60 Euro arbeiten mit den moderneren 802.11gs oder 802.11n-Standards, die theoretisch 54 bzw. mehr als 108 MBit als Bandbreite anbieten.
Eine Aufrüstung lohnt sich allerdings auch noch aus einem anderen Grund. Mit den älteren Karten ist ein Betrieb oftmals nur in unsicherer WEP-Verschlüsselung möglich, die sich relativ einfach aushebeln lässt. Zeitgemäße WPA2-Verschlüsselung bieten allerdings nur moderne Router und W-LAN-Karten an. Dennoch ist eine Investition hierbei sinnvoll, um Angreifern das Eindringen ins eigene Netzwerk so schwer wie möglich zu machen. Sollten Eindringlinge über ihren Internetzugang Straftaten begehen, so können Sie als Anschlussinhaber hierfür in Mithaftung genommen werden, wenn Sie den Zugriff auf Ihre Netzwerk nicht durch angemessene Sicherheitssperren erschweren.
Daher bedeutet eine Investition in eine schnellere Verbindung gleichzeitig auch eine bessere Netzwerksicherheit und dient Ihnen damit gleich doppelt.
Kosten: miniPCI-WLAN-Karte (ab 20 €) + 20 € für den Einbau und die Neuinstallation von Treibern und W-LAN-Software